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Philosophie

Im folgenden Abschnitt erfahren Sie, wie wir unser eigenes Haus zum Smart Home gemacht haben, welche Grundfunktionen aus meiner Sicht zwingend erforderlich sind, und was als Sahnehäubchen oben draufgesetzt werden kann. Dies ist meine persönliche Ansicht, die Freaks mögen mir verzeihen, aber das schalterlose Haus haben wir nie in Erwägung gezogen. Wir zücken zum Einschalten des Lichtes im Badezimmer nicht das Smartphone oder gehen zum Tablet, sondern drücken einfach an der Türe auf den Lichtschalter. Dass dieser Schalter zum KNX-System gehört, sieht man ihm nicht an, wir haben das seit Jahrzehnten bekannte, zeitlose und zum Charakter des Hauses passende Programm AS 500 der Firma JUNG gewählt. Selbstverständlich können auch Taster mit LEDs und vielen Bedienmöglichkeiten auf kleinem Raum eingesetzt werden, Beispiele kann ich Ihnen aus meinem Musterkoffer zeigen.

Für das kabelgebundene KNX-System haben wir uns entschieden, weil es sich im Gegensatz zu vielfach angebotenen Insellösungen einzelner Hersteller um einen weltweit gültigen Standard handelt, zu dem viele einzelne Anbieter Bauteile liefern. Alle Teile sind untereinander austauschbar. Sollte sich Hersteller A aus der Produktion von KNX-Geräten zurückziehen, und dessen Rollladenaktor fällt aus, wird einfach ein Gerät des Herstellers B beschafft und eingebaut.

Ein weiterer Vorteil des KNX-Systems liegt darin, dass nur die Bus-Leitung im Haus ständig unter Spannung steht, allerdings handelt es sich um 29 V Gleichstrom. Die 230 V Wechselstromsteckdosen und die Zuleitungen zur Beleuchtung sind im ausgeschalteten Zustand stromlos, da die Aktoren alle zentral in der Verteilung im Keller sitzen. So werden die elektrischen Wechselfelder im Haus erheblich reduziert, wie bei einer Freischaltung. Wer auf elektrische Wechselfelder empfindlich reagiert, wird das zu schätzen wissen.

Die grundlegenden Funktionen der Elektroinstallation sind damit im KNX-System zukunftssicher verankert. Beim möglichen Ausfall eines KNX-Gerätes, eines Licht- oder Rollladentasters oder eines der Geräte in der Verteilung im Keller kümmert das die anderen 159 Geräte meiner Installation nicht. Systeme, bei denen die gesamte Technik des Hauses von einem Server im Keller abhängt, und bei dessen Ausfall Sie noch nicht einmal mehr das Licht einschalten oder eine Jalousie bedienen können, kann ich nicht empfehlen. Auch die Sicherheitsfunktionen, z.B. Jalousien hoch oder Markise einfahren bei starkem Wind, oder alle Rollläden hoch beim Ansprechen eines Rauchmelders, gehören auf diese Systemebene.

Darübergelegt wird nun das, was den Komfort des Smart Home ausmacht, die Visualisierung. Ich habe mich für die Visualisierung Domovea der Firma Hager entschieden, da ich diese einfach meinen funktionellen und optischen Bedürfnissen anpassen konnte. Damit kann ich nun von Smartphone, Tablet - eines hängt natürlich im Flur an der Wand - und von PC oder Notebook die gesamte Hausinstallation steuern und kontrollieren, von zuhause aus und von unterwegs. Damit kommt dann auch ein kleiner Windows CE-Rechner im Schaltschrank ins Spiel, der aber bei irgendwelchen Störungen im LAN oder WLAN des Hauses nicht existenziell wichtig ist. Der Gang zum Schalter an der Türe führt immer noch zum gewünschten Ergebnis, das Licht geht an ...   Mehr über meine Visualisierung auf der Seite Komfort.